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Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

der tagTitel: Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

Autor: Susan Juby

Seitenanzahl: 348

ISBN: 978-3-570-15998-0

Verlag: cbj

Typ: Jugendroman (Auch für Jungs, bitte nicht vom Pink-Rosa-Violett abschrecken lassen! :P)

Als die drei besten Freunden – Normandy, Dusk und Neil – am ersten Schultag der 11. Klasse auf Aimee treffen, beginnt ihre „Wahrheitskomission“. Aimee hat sich ihre Brüste vergrössern und ihre Nase verändern lassen und Norm, Dusk und Neil beschliessen, sie darauf anzusprechen. Ab diesem Tag muss jede Woche einer der drei, irgendjemand nach der Wahrheit – egal, wie unangenehm – fragen.

Es ist unserer Bestimmung, in dieser Welt voller Lügen für ein bisschen mehr so bitter nötige Wahrheit zu sorgen.

Dusk und Neil sind begeistert von dieser Sache. Sie finden die Wahrheit befreiend. Nur Normandy ist am Anfang eher skeptisch und will nicht in das Leben anderer Menschen einmischen. Doch auch sie merkt, dass die Wahrheit gut tut und das sie manchmal wirklich notwendig ist. Denn auch in ihrer Familie, würde die Wahrheit gut tun. Norm ist die jüngere Schwester einer bekannten Comic-Zeichnerin. In Kiera`s Diana-Chronkien, durch die sie richtig berühmt geworden ist – und ihre Familie mit ihr – stellt sie ihre Familie als die schrecklichsten, nervigsten und hässlichsten Menschen dar. Alle sagen zwar es sei halt Kunst, doch Normandy fühlt sich trotzdem verletzt und verraten. Denn es wurden auch einige peinliche Geschichten, die ihrer grossen Schwester im Vertrauen erzählt hat, mit eingepackt. Seit sie vom College abgehauen ist – der Grund dafür erwähnt sie nie und niemand wagt zu fragen, wohnt sie wieder Zuhause. Und dort richten sich die Eltern nur noch ihr. Wenn Keira Zuhause ist, muss man ganz still sein. Wenn Keira Zuhause ist, muss man sie in Ruhe lassen und keine falsche Frage stellen.

„Wann war ich jemals was anderes als ganz, ganz brav?“, fragte ich, was traurigerweise absolut der Wahrheit entsprach. Wenn man an einer angeknacksten Familie am Ast sägt, hat man immer Bedenken, dass alle vom Baum fallen.

Während die drei Freunde andere nach der Wahrheit fragen, müssen sie sich einigen Wahrheiten stellen. Auch Norm will endlich heraus finden, was wirklich mit ihrer Schwester am College geschehen ist.

Charakteren: Norm ist einer der Charaktern, die man schnell ins Herz schliesst. Ich kann ihr gut nachfühlen und sie hat eine lustige Art, (auch nicht lustige) Sachen zu erzählen. Dusk mochte ich nicht besonders. Sie wirkt selbstgefällig, beinahe arrogant. Und doch merkt man, dass sie ihre Freunde wirklich mag. Und gegen Ende konnte ich immer mehr Sympathie für sie empfinden. 🙂 Neil hatte ich von Anfang an gern. Er ist anders als die Meisten, lustig und einfach süss. 😉 Ich könnte mir das Buch nicht ohne ihn vorstellen. Keira ist ein einziges ?. Ich verstehe sie einfach nicht. Am Anfang hatte ich oft auch Mitleid mit ihr und wollte Gutes in ihr finden. Aber irgendwann habe ich aufgegeben, sie zu durchschauen wollen…

Schreibstil & Aufbau: Das Buch ist von Norm erzählt. Sie ist also die Autorin, dieser Geschichte (also, einfach nur in der Geschichte… Ach, lest einfach das Buch, dann wisst ihr, was ich meine. Ist schwierig zu erklären, ich habe selber am Anfang nicht ganz durchgeblickt! ;)) Diese Form eines Buches gefällt mir sehr, sehr gut. (Obwohl mit der Zeit würde mich es wahrscheinlich anfangen zu nerven, aber so zwischendurch finde ich es super!). Es ist auf eine lustige, kumpelhafte Art geschrieben. Das ganze Buch ist mit vielen Fussnoten verziert. Meistens sind es kleine Infos für die Lehrerin, die Norms Buch überlesen und korriegieren muss oder einfach sonst kleine, lustige – oft unnötige 😉 – Anmerkungen. Das bringt Abwechslung – und manchmal auch Ablenkung vom eigentlichen Text – ins Lesen. 

Die Wahrheit ist fast allgegenwärtig, und doch gab es noch ein paar Taschen voller süsser Lügen, die noch unangetastet waren.

Idee & Umsetzung: Die Idee SO ein Buch zu schreiben, finde ich – wie oben schon erwähnt – echt cool. 🙂 Die Umsetzung ist ganz okay. Ich habe mir das ganze Buch etwas „schlimmer“ vorgestellt. Da ich im Moment einige Thriller lese, mag ich gerade krasse Geschichten und das ist es hier jetzt nicht so. Der Schluss gefällt mir, abgesehen davon, dass ich es gerne etwas tragischer gehabt hätte, ganz gut, da es eher ein offener Schluss ist. Für alle Liebesgeschichter-Liebhaber: Eine Liebesgeschichte fehlt natürlich auch nicht in diesem Buch! ❤ Für alle Liebesgeschichten-Hasser: Es ist eine kleine Liebesgeschichte, die nicht in den Vordergrund gerückt wird. Bitte nicht von diesem kleinen Detail abschrecken lassen. 😉

Titel & Cover: Dieser Titel ist etwas länger, als gewöhnliche Titel, aber das gefällt mir sehr gut. 😀 Der Originaltitel ist The Truth Commission, was ich eher langweilig finde und darum den Deutschen viel mehr mag. Das Cover finde ich eigentlich ganz hübsch, nur stört mich, dass es in Pink-, Viollet- und Rottönen ist, da ich glaube, dass das Jungs nicht so anspricht und meiner Meinung nach ist es ein Buch, das Jungs genau so gut lesen können. 🙂 

Unser Gehirn steckt Situationen und Personen in Schubladen, weil es zu anstrengend ist, die Dinge in der Schwebe zu lassen. Wir brauchen unsere Helden und Bösewichter. So ist es jedenfalls bei mir. Ein Durcheinander oder Grauzonen lösen psychisches Unbehagen aus. 

Kommentar: Am Anfang brauchte ich meine Zeit, bis ich im Buch ankam und bis ich verstanden habe, wie das ganze aufgebaut und geschrieben ist. Es ist nicht ein Buch, dass einen so krass fesselt, weil es so dramatisch ist. Aber es fesselt auf eine andere Art. Man will einfach wissen, wie das ganze raus kommt. Wie es mit Normandy, Dusk, Neil, Aimee und Keira… weitergeht. Ich empfehle es sehr, man hat es schnell gelesen, ist leicht zu „vertragen“ und trotzdem überhaupt nicht oberflächlich, sondern beinhaltet ein wichtiges Thema: Die Wahrheit!

„Wenn es um Liebe geht, kannst du Scheisse nicht von Schuhcreme unterschieden, Normandy Pale“.

nanacara 😉

 

 

 

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Autor:

mylittleparadiseofbigdreams.wordpress.com

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