Veröffentlicht in Alles auf einmal, Bücher für Erwachsene, Einzelbücher, Romane

Rezension: Weit weg und ganz nah

rowohlt
Quelle: rowohlt

Titel: Weit weg und ganz nah

Autorin: Jojo MoyesJojo Moyes

Seitenanzahl: 508

ISBN: 978-3-499-26736-9

Verlag: rowohlt

Typ: Roman

Jess ist eine optimistische junge Frau, die ihre mehr oder weniger verrückte Familie mit Putzjobs über Wasser hält. Der Vater der beiden Kinder hat die Familie vor Kurzem verlassen, so muss sich Jess selber durchschlagen. Keine einfache Aufgabe, wenn ihr Stiefsohn gemobbt wird, nur weil er anders ist. Und es macht es auch nicht leichter, wenn die Tochter ein Mathgenie bist, und es unmöglich ist ihre Begabung zu fördern. Tanzie hätte die Chance an eine Schule für Hochbegabte zu gehen. Doch dazu braucht es Geld. – Geld, das nur noch eine Chance hat, aufgetrieben zu werden: Tanzie muss an eine Olympiade gehen und gewinnen. Das Gewinnen ist kein Problem, doch die Fahrt nach Schottland gestaltet sich etwas schwieriger. Doch Jess wäre nicht Jess, wenn sie es trotzdem versuchen würde.

Aber die Mission scheitert – doch in diesem Moment taucht ein Mann auf. Dieser Mann ist Jess leider etwas zu bekannt. Es ist einer ihrer Kunden, die ihr keines Blickes würdigen, wenn sie ihr Haus schruppt. – Das allein würde noch gehen, doch Jess steht schon einmal in seiner Schuld: Sie hat einen Bündel Geldscheine, die höchst wahrscheinlich ihm gehören, mit gehen lassen… – Doch es ist die allerletzte Chance Tanzies Traum wahr werden zu lassen und so lassen sie sich auf diesem Roadtrip ein.

Charakteren: Jess ist ein Optimist, die aus allem das Beste macht. Sie hat kein einfaches Leben, doch für ihre Kinder tut sie alles, um dessen Leben etwas besser zu machen. Ich mag Jess sehr, denn trotzdem der miesen Situation, bleibt sie eine humorvolle Frau. Ich denke, die meisten Leser mögen sie, denn wer kann ein liebeswerter Mensch nicht mögen?! Man könnte ihr höchsten vorwerfen, dass sie naiv und zu risikofreudig sein. Eds Leben war durch geplant, vom Morgen bis zum Abend. Er konnte jederzeit haben und tun, was wer wollte, da er Chef einer selbst gegründeten Firma ist. So einen Menschen bezeichnet man schnell als „arrogant“. Und ja, dass war er auch. Bevor, dass er... Nein, lest selber! Doch man erlebt im Buch nur kurz diesen alten Ed und dann verändert er sich und die Arroganz verfliegt…. Tanzie ist ein süsses kleines Mädchen, das nicht eine Leidenschaft für Pferde oder Prinzessinnen, sondern für Mathematik hat. Auch wenn ich diese Liebe zur Mathematik nicht teile, macht es Tanzie nicht weniger symphatisch. Aber Nicky war mein Lieblingscharakter. Er ist anders als andere, trägt Eyeliner, raucht und spielt so oft er kann alle möglichen Videogames. Während des Buch lernt man ihn wirklich kennen und entdeckt eine liebe- und humorvolle und brüderliche Seite an ihm. 

Eines Tages hatte Ed eine Frau kennengelernt, die sich als der optimistischste Mensch herausgestellt hatte, dem er je begegnet war. Eine Frau, die Flipflops trug, weil sie auf den Frühling hoffte. Eine Frau, die wie der Tigger bei Pu der Bär durchs Leben zu hüpfen schien und sich von Dingen, die andere umgehauen hätten, anscheinend nicht berühren liess. Oder wenn es sie umhaute, sprang sie gleich wieder auf die Füsse. Und wenn sie wieder fiel, setzte sie ein Lächeln auf, klopfte sich den Staub von der Kleidung und machte weiter. Ed wusste nicht, ob es das heldenhafteste oder das idiotischste Verhalten war, das er sich vorstellen konnte.

Schreibstil & Aufbau: Das ist in Kapitel geteilt, die immer von Jess, Ed, Tanzie oder Nicky in der 3. Person erzählt werden. Ich finde es super, dass man alle Sichten der Hauptcharakteren zu sehen, bzw. zu lesen bekommt. Denn von Jojo Moyes kenne ich sonst eher die Ich-Perspektive, in der man den Hauptteil der Geschichte, nur aus einer Sicht miterlebt. Der Schreibstil war sehr angenehm. Ich bin stolz auf das passende Wort. 😉 Angenehm -> Einfacher Schreibstil, fesselnd, humorvoll, aber auch ernsthaft. 

Idee & Umsetzung: Die Idee finde ich ganz okay. Man kennt solche ähnliche Geschichten und kann vieles erahnen, doch Jojo Moyes schafft es aus einfachen Ideen, grossartige Bücher zu schreiben. 

Titel & Cover: Das Cover ist in Moyes-Style. Ihre Covers sind immer hübsch, aber nie überwältigend. Hier jedoch finde ich es sehr passend: Zu Jess passt ein rot gepünkeltes Kleid und auch Tanzie habe ich mir so ähnlich vorgestellt. Und ach ja, Norman… Ich habe ihn noch gar nicht erwähnt… Darf ich vorstellen: Sabbenders,stinkendes Ungeheuer  Tanzies heissgeliebter Hund. Und ich gebe zu, ohne ihn wäre die Geschichte nicht das, was sie jetzt ist. 

Das Einzige, was Jess wirklich wichtig war, waren diese beiden Kinder. Und genauso wichtig war es, diese beiden Kinder spüren zu lassen, dass sie in Ordnung waren. Denn selbst wenn einen alle Welt fertigmachte, konnte einem das nichts anhaben, solange einem die Mutter den Rücken stärkte. Irgendein tief verwurzelter Teil wusste dann immer noch, dass man trotzdem okay war. Dass man es verdiente, geliebt zuw erden. Jess hatte nicht viel im Leben getan, auf das sie stolz sein konnte, au feines aber war sie sehr stolz: nämlich drauf, dass Tanzie das wusste. Sie war eine seltsame kleine Krabbe, aber Jess wusste, dass sie es wusste. 

Kommentar: Ein toller Jojo-Moyes-Roman für zwischendurch. 508 Seiten einfach so zwischendurch??? Ja, man merkt wirklich nicht, dass man so viel liest…. Man ist mittendrin in dem chaotischen Leben und lebt einfach mit, und schwupps sind die Seiten gelesen. Aber leider, leider, – muss ich einfach erwähnen – hat es nicht so viele schöne Zitate, wie ich sonst von Jojo Moyes gewohnt bin. Trotzdem: Lesenswertes Buch!

nanacara

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Autor:

mylittleparadiseofbigdreams.wordpress.com

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