Veröffentlicht in Alles auf einmal, Dystopie, Einzelbücher

Rezension: Level 6 – Unsterbliche Liebe

 

level 6.jpgTitel: Level 6 – Unsterbliche Liebe

Autorin: Michelle Rowen

Seitenzahl: 347

ISBN: 978-3-86278-878-1

Verlag: Darkiss

Typ: Jugendroman (Dystopie)

Seit jener Nacht erinnerte die tintenschwarze Dunkelheit mich nur daran, wie nah ich dem Tod gewesen war. Wie machtlos ich mir vorgekommen war. Die Dunkelheit fühlte sich für mich immer an, als hätte sie Hände, die sie mir um die Kehle legte und mich festhielt. 

Als Kira erwacht befindet sie sich in vollkommener Finsternis. Mit der Zeit erfährt sie, dass sie in einem Spiel einer TV-Show gelandet ist. Der Countdown fängt an… 6 Level muss Kira bewältigen. Doch dieser Herausforderung muss sie nicht alleine gegenübertreten, ihr wird jemand zur Seite gestellt. Rogan. Ein Mörder.

Kira hat zwar auch bevor sie in dieses Spiel gekommen ist – wie genau sie darein geraten ist, gehört auch zu einer ihrer unbeantworteten Fragen – auch nicht ein schönes Leben geführt. Ihre Familie wurde ermordet und seit dem schlägt sie sich alleine auf der Strasse durch. Kira ist abgehärtet, aber mit einem MÖRDER unfreiwillig bei einer TV-Show zur Unterhaltung anderer Menschen mitzumachen gehört eigentlich nicht zu ihrem Alltag. Trotzdem will Kira diese 6 Level bestehen – denn es winkt ein schönes Leben danach. Doch so einfach ist das nicht, die Zuschauer wollen Haarsträubendes sehen und Rogan ist auch nicht der Partner, den sie sich ausgesucht hätte.

Ich würde niemals tun, was sie von mir verlangten. Es war mit egal, wie dei Strafe dafür aussah. Ich gehörte ihnen nicht. Und sie hatten nicht die Kontrolle über mich – niemand besass sie. 

Charaktere: Kira musste einiges durchmachen, und da erstaunt es mich, dass sie trotzdem die Hoffnung nicht aufgibt. Sie ist mir symphatisch, weil sie sich den Schwierigkeiten – die nicht selten auftauchen – mutig (und mit einer Prise Humor) stellt. Rogan (sorry, das geht jetzt nicht ohne zu spoilern… Für alle die das Buch kennen, habe ich den Text in weiss geschrieben:) Ich mochte ihn von der ersten Seite an, da ich solche Typen einfach mag und man mit einem gesunden Menschenverstand erahnen kann, dass er gar nicht so böse ist. Er ist ein Charakter, dem man nicht selten begegnet. Zuerst der geheimnisvolle, gefährliche, gut aussehende Bad Boy, in diesem Fall auch noch Mörder; später der symphatische, immer noch gut aussehnde Junge, der nur das eine Mädchen liebt. Trotz diesem Klischee, mag ich ihn – er kann ja nix dafür – sehr. 

Er schien unter meinem abschätztenden Blick zusammenzuzucken. „Dir scheint nicht zu gefallen was du siehst.“

Das stimmte leider nicht so ganz. Doch es war besser für uns beide, wenn er das glaubte. „Sollte ich dich denn mögen, Rogan?

Kurz lachte er auf. Es klang gequält. „Absolut nicht.“

Schreibstil & Aufbau: Wenn ich ehrlich bin, ist es schon einige Zeit her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Und zwischendurch habe ich schon einige andere Bücher gelesen und da merke ich nicht alle Schreibstile. Höchstens wenn er katastrophal schlecht oder überwältigend gut war. Beides war hier nicht der Fall. Was ich aber noch weiss: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Kira erzählt. Und das Buch ist sehr spannend geschrieben, es durfte sogar mit in die Schule und ich habe meine Pause dafür geopfert – und das schafft nicht jedes Buch! 🙂 Nur gegen Ende nahm die Spannung etwas ab, mehr dazu bei Idee & Umsetzung. 

Idee & Umsetzung: Die Idee gut durchgedacht, es sind unerwartete Wandlungen mit eingebaut und es wieder einmal eine Dystopie! 🙂 Achtung-Spoiler-Punkte! Zwei Dinge, die ich zu bemängeln habe: Erstens war mir der Umgang zwischen Kira und Rogan zu wenig authentisch. Zweitens bin ich mit dem Schluss nicht so ganz zufrieden…

Beziehung zwischen Kira und Rogan: Beide hatten kein einfaches Leben, sie wurden geprägt und ich glaube nicht, dass die beiden schnell einer Person vertrauen. Besonders als Kira so schnell wieder daran glaubte, dass Rogan nicht der Mörder ihrer Familie ist. – Ja, vielleicht, war das ihr Bauchgefühl und ja, natürlich, die beiden sind in einer speziellen Situation – trotzdem war mir ihre Beziehung zu wenig authentisch! 
Schluss: Die Idee mit dem Virus, etc. finde ich genial. Es macht auch nachdenklich, ob das wirklich so mal passieren könnte… Aber dass es so „einfach“ war den Virus zu zerstören und dass Rogans Vater dannach keinen Schaden nahm, fand ich billig. Auch der entgültige Schluss, als die beiden zusammen in die Kolonie gehen ist für meinen Geschmack etwas zu schön. – So wie es nur in Büchern und Filmen ist. 

Aber verstehst du denn immer noch nicht? Du bist diejenige, die ihm wehtut. Für jeden Moment, den du noch wartest, erleidet er Schmerzen. Willst du wirklich, dass jemand, den du so sehr magst, solche Qualen erleidet?

Titel & Cover: 6 Level hört sich nach einem echt spannenden, actionreichen Buch an – das ist es auch. Unsterbliche Liebe hört sich nach einem kitschigen Roman an – ist es nicht. Der zweite Teil zerstört es einfach, man hätte ihn am besten einfach weg gelassen. Beim Cover gefällt mir die Farbe und die Schrift des Titels, das wars auch schon. 😉 Wie der eine oder andere schon weiss, mag ich es nicht besonders, wenn Gesichter auf dem Cover abgebildet sind. Zwar bei diesem Buch hätte ich es noch tolerieren können – Nein, wirklich, es hätte irgendwie gepasst – wenn die beiden auf dem Cover so etwa im Alter von Kira (16) und Rogan (17) wären. Aber die Abgebildeten sind doch mindestens 23 oder mehr. Oder was sagt ihr dazu? Tja, das hat mich – und ich bin nicht die Einzige, auch meine Kolleginnen – etwas gestört. Aber ich schaue ja grundsätzlich nicht so extrem auf das Cover, als war`s auch nicht so tragisch. 😉 

Er runzelt die Stirn: „Was ist das?“

„Was meinst du?“ Miene Stimme klang krächzend.

„Das da auf deinem Gesicht.“

Ich hob die Hand an mein Kinn. „Wieso? Was ist denn da?“

„Ich glaube… ja, es ist definitiv ein Lächeln.

Kommentar: Ich habe mich auf das Buch gefreut, und meine Freundin gedrängt es endlich fertig zu lesen. 😉 Wegen des Klappentextes, der vielversprechend tönt, hatte ich nicht unbedingt kleine Erwartungen. Die meisten wurden auch erfüllt, abgesehen von dem Schluss, der mich nicht so überzeugt hat. – Aber das ist Geschmacksache, wer auf Happy-End steht, wird den Schluss lieben… 🙂 Ich möchte hier aber noch einmal erwähnen, bzw. warnen, dass das Buch sehr fesseln kann und eine grosse Spannung beinhaltet. 😛

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Autor:

mylittleparadiseofbigdreams.wordpress.com

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