Veröffentlicht in Alles auf einmal, Einzelbücher, Jugendbücher, Romane

Rezension: Margos Spuren

margos-spuren
Quelle: buecher.de

Titel: Margos Spuren

Autor: John Green

Seitenanzahl: 331

ISBN: 978-3-446-23477-2

Verlag: HANSER

Typ: Jugendroman

Margo hat Rätsel immer geliebt. Und bei allem, was später passierte, wurde ich den Gedanken nicht los, dass sie Rätsel vielleicht so liebte, dass sie selbst zu einem wurde.

Quentin hat seine Nachbarin Margo schon immer mit bewundernden Augen angeschaut. Als sie, zwei Zähnjährige zusammen im Park Velo fuhren, und auch heute noch. Der einzige Unterschied ist, dass er damals noch eine Rolle in ihrem Leben spielte, er war ihr Spielkamerad. Heute beachtet ihn Margo nur selten, sie ist nicht unfreundlich, aber er ist für sie nichts mehr als nur der Nachbar mit dem sie früher mal gespielt hat. – Bis auf eine Nacht. Diese Nacht lässt Margo ihn ins Margouniversum blicken. Denn plötzlich mitten in der Nacht steht sie vor seinem Fenster und bittet ihn, sie zu begleiten. Quentin lässt sich darauf ein.

Am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Eigentlich ist das nichts unnormales, sie ist dafür bekannt, für kurze Zeit abzutauchen oder sonst irgendwelche verrücktes Dinge anzustellen. Denn sie ist nicht umsonst Margo Roth Spiegelman. Doch Quentin fühlt, dass es anders ist als die letzen Male. Und er merkt, dass Margo Hinweise hinterlassen hat – für ihn.

Viel zu lange hatte ich Margo nicht richtig zugehört – hatte sie schreien sehen und gedacht, sie lachte.

Charaktere: Quentin, Protagonist dieser Geschichte ist mehr oder weniger „normal“. Er geht das letze Jahr zur Schule, will dann an einer Universität studieren. In seiner Freizeit hängt er oft mit seinen Kumpels. Man hätte sein Leben als normal bezeichnen können, wenn Margo darin keine Rolle spielen würde. Sie wirft sein Leben ordentlich über den Haufen. Aber ich glaube, es tut ihm auch gut. 😉 Er ist ein Typ, den man schnell übersieht. Aber wenn man ihn besser kennen lernt, mag man ihn sofort. Und wenn er selbstbewusst ist, ist er süss, da bin ich mit Margo gleicher Meinung. Mir ist Quentin sehr symphatisch. Zu Margo etwas sagen ist nicht so einfach. Sie ist nicht leicht in eine Schublade zu stecken. Margo ist einfach Margo. Beliebt. Verrückt. Geheimnisvoll. Rätselhaft. (Alle die das Buch gelesen haben, aber wirklich nur diese, dürfen weiter lesen… Naja, zuerst müsst ihr den Text, bzw. leeren Platz markieren:) Anfangs ist sie, wie oben beschrieben: beliebt, verrückt, geheimnisvoll und rätselhaft. Doch gegen Ende merkt man, dass sie einfach ein normales Mädchen ist. Mit Träumen. Hoffnungen. Leiden. Zweifel. Und gefällt mir, denn oft sind die fiktiven Personen über normal. Entweder super mutig, oder ein einziges Geheimnis, perfekt im Aussehen sowie Verhalten, die meisten haben irgendwie eine „Super-Gabe“. Doch bei John Greens Chatakteren ist das, aus meiner Sicht, nicht so. Sie sind normale, etwas verrückte Menschen. Und auch wir sind mehr oder weniger normal und die meisten unter uns auch etwas verrückt. 😉

„Nichts passiert so, wie man es sich vorstellt.“, sagt sie. (…) „Ja, das stimmt“, sage ich, aber dann denke ich darüber nach. „Anderseits, wenn man sich nichts vorstellt, passiert auch nichts. 

Schreibstil & Aufbau: Zuerst der Aufbau: Das Buch ist in 3 Teile geteilt, jeder aber aus Quentins Sicht geschrieben. Der letze Teil ist in Stunden geteilt, wieso werdet ihr selber merken, finde ich eine echt gute Idee. Der Schreibstil…  Wie fange ich an? Ich glaube jeder Mensch, der schreiben gelernt hat, kann schreiben. Einige mögen es, andere nicht. Einige können wirklich gut schreiben, einige wurden dadurch bekannt. Und dann gibt es die, die zum schreiben geboren worden sind. Für mich ist John Green ein solcher Autor. Er kann es einfach! Er schafft es mich mit seinem Schreibstil zu fesseln. Was genau mich fasziniert, weiss ich nicht. Vielleicht dieser poetischer Schauer? Die Themen, die er anspricht? Seine Charakteren? Die Realität? Oder, fast vergessen, aber typisch ich, wegen den vielen schönen Sprüchen?

Ich habe nie verstanden, warum man mit jemand zusammen sein will, nur weil er gut aussieht. Das ist doch, als würdest du dir die Cornflakes nach der Farbe aussuchen und nicht nach dem Geschmack. 

Idee & Umsetzung: (Falls ihr es hasst, auch nur ein bisschen gespoiltert zu werden, dann geht zu „Titel & Cover“ weiter… Und kommt wieder, wenn ihr das Buch gelesen habt. 😉 ) Wenn ich über  das Buch nachdenke, geschieht gar nicht so viel… Der Anfang mit der Racheaktion und das Verschwinden ist spannend, aber dann der Mittelteil handelt sich nur darum die Hinweise zu finden und sie zu verstehen. Erst am Ende kommt wieder Handlung rein. Aber während des Buches  ist mir das gar nicht so bewusst geworden und gestört hat es mich noch weniger. Im Gegenteil ich fand das Buch spannend, ob das am Schreibstil oder Idee (ich tippe auf beides) gelegen hat, weiss ich nicht. Der Schluss mag ich sehr, ein riesen fettes Happy-End hätte die Geschichte kaputt gemacht und hätte auch nicht zu John Green gepasst. Und wie einige schon wissen, ich mag es, dass  nicht immer als perfekt ist am Schluss einer Geschichte. – Wie es auch im echten Leben nicht immer ist. 

Titel & Cover: „Margos Spuren“ ist ein mehr als passender Titel. Und auch das Cover gefällt mir. (Wenigstens hier halte ich mich etwas kürzer… Ich höre euch schon aufatmen. 😉 )

Ich dachte daran, wie alles zu Ende ging – die Schule und alles andere. Es war schön, an der Wand zu stehen und meinen Freunden zuzusehen – mit einem Gefühl von Wehmut, das nicht unangenehm war. Und so lauschte ich einfach und genoss die Trauer und die Freue über das nahe Ende, die sich gegenseitig noch verstärkten. Es fühlte sich ein bisschen so an, als müsste mein Brustkorb zerreissen, doch es war kein ganz unangenehmes Gefühl.

Kommentar: Okay, ich mache es kurz, das was es zu sagen gibt, habe ich schon erwähnt und ich will es nicht unnötig verlängern: John Green hat ein schönes, eindrückliches, zum-nachdenken-anregendes, lustiges (oh ja, selten hat mich ein Buch richtig laut zum Lachen gebracht (besonders Seite 267/268) und sehr lesenswertes Buch! Nach Das Schicksal ist ein mieser Verräter und Margos Spuren muss ich mich auf die Suche nach mehr John Green Bücher gehen. Für Empfehlungen bin ich immer dankbar. 😉

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Autor:

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4 Kommentare zu „Rezension: Margos Spuren

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