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Rezension: Der vertauschte Bräutigam

Der vertauschte Bräutigam.jpg
Quelle: Gerth Medien

Titel: Der vertauschte Bräutigam

 

Autorin: Regina Jennings

Seitenanzahl: 383

ISBN: 978-3-95734-121-1

Verlag: Gerth Medien

Typ: Roman

Klappentext: (War dieses Mal zu faul eine eigene Zusammenfassung zu schreiben, nicht weil das Buch es nicht wert wäre, sondern weil es schon länger her ist, dass ich das Buch gelesen habe…(Quelle: Gerth Medien))

Ohio, 1865: Abigail Stuart kümmert sich um verwundete Bürgerkriegssoldaten. Als Jeremiah Calhoun, einer von ihnen, im Sterben liegt, macht er ihr ein ungewöhnliches Angebot: Wenn sie ihn heiratet, dann überträgt er ihr seine Farm. Dafür aber soll sie sich um seine Mutter und Schwester kümmern. Abigail geht auf das Angebot ein. Nach seinem Tod reist Abigail nach Missouri und fängt dort ein neues Leben an. Bis eines Tages der wahre Jeremiah Calhoun vor ihr steht und zu seiner Überraschung feststellt, dass eine ihm Unbekannte behauptet, mit ihm verheiratet zu sein…

Wenn sie in letzter Zeit etwas gelernt hatte, dann, dass die Menschen nicht immer die Wahrheit wissen wollten, und das war ihr gerade recht. 

Charaktere: Abigail weiss, was sie will und steht auf eigenen Beinen. Trotzdem fühlt sie sich nicht immer so stark, wie es scheint und kämpft mit ihrere Vergangenheit. Diese Eigenschaften – wobei man ihren Humor nicht vergessen darf – machen sie sehr menschlich und liebenswert. Abigail ist ein sehr angenehmer und abwechslungsreicher Protagonist. Jeremiah ist etwas schwieriger zu beschreiben. Schon nur vom Aussehen allein, ist sie nicht mal Abigail sicher, ob sie ihn attraktiv finden soll. Aber Aussehen ist ja bekanntlich nicht das Wichtigste: Anfangs ist er unfreundlich und mürrisch, aber dabei muss man seine Situation beachten: Er kommt nach dem Krieg nach Hause, mit einem Bein, das nicht mehr so funktioniert, wie er gerne hätte und trifft als Erstes auf eine Frau, die behauptet mit ihm verheiratet zu sein. Ein Anderer wäre erfreut gewesen, dass so eine hübsche Frau auf ihn wartet, doch Jeremiah hat seine grosse Liebe schon gefunden, und zu ihr will er zurückkehren. Mit Jeremiahs Gefühlen komme ich aber nicht so ganz klar, ja Männer sind kompliziert. Er liebt eher aus Plichtgefühl, als aus echter Liebe, das habe ich nicht so verstanden. Vielleicht war das früher einfach so… 

„Ich bin so müde. Ich will nicht länger kämpfen. Ich will keine Feinde mehr. Ich wollte nach Hause kommen und in Frieden leben, aber wenn es den nicht gibt, dann kämpfe ich eben weiter. Vielleicht ist der Kampf das Einzige, wofür ich noch gut bin.“

Schreibstil & Aufbau: Es ist mein erstes Buch von Regina Jennings, aber sie hat mich mit diesem Buch überzeugt. Sie schreibt sehr abwechslungsreich – aus Abigails und Jeremiahs Sicht, aus der Erzählerperspektive. Man ist sofort mitten in der Geschichte, was mich positiv überrascht hat, da ich es mir anders vorgestellt habe und es geht schnell – aber nicht zu schnell voran. Ich mag den Humor der Autorin – dem man im Buch einige Male zu spüren bekommt – sehr gerne. Dass, ich zwischendurch bei Büchern lachen muss, ist normal, aber bei diesem Buch kam es mehr als nur einmal vor…

Idee & Umsetzung: Die Idee ist definitiv nicht neu. Solche christliche Liebesromane mit historischem Hintergrund gibt es nicht wenige. Aber dieses Buch gehört zu den besseren dieser Kategorie und die Idee des vertauschten Bräutigam ist mir auch noch nie begegnet. Den historischen Teil ist mir etwas zu kurz gekommen, da ich mich nicht so gut mit dieser Zeit auskenne, habe ich nicht so ganz verstanden, was da politisch vor sich hin geht. Auch bei  Abigails Vergangenheit habe ich mehr erwartet, es ist für meinen Geschmack zu wenig überdacht gewesen. So als hätte die Autorin anfangs die Geschichte darauf auf bauen wollen, dann aber trotzdem keine Lust gehabt hätte, und es einfach so billige Nebensituationen (das Wort gibt es nicht, aber das ist mir egal, ihr wisst, was ich meine :D) gelassen. 

Wenn der Tod näher kommt, lassen wir schwachen Menschen alle Masken fallen. Wir erkennen klarer, wozu Gott uns auf diese Erde gestellt hat. Vielleicht war es unser Ziel, zu kämpfen oder die Wahrheit zu verkünden oder zu beschützten. Aber niemand stirbt, ohne versucht zu haben, diese Aufgabe zu erfüllen. Sich auf den Tod vorzubereiten, gehört zum Leben dazu. Das Tragische daran ist nur, dass wir so lange warten, bis wir damit anfangen.

Titel & Cover: Das Cover ist überhaupt nicht meines. Ich konnte die Frau nicht mit meinem Bild von Abigail identifizieren. Vom Cover her hätte es mich nie überzeugt. Der Titel  sorgt schon eher Aufsehen unter anderen christlichen Bücher und könnte nicht besser passen. 

Kommentar: Den besten christlichen Roman, den ich in letzter Zeit gelesen habe. Natürlich ist von Anfangs an schnell klar, wie in etwa, das Buch enden wird. Trotzdem ist der Weg dahin, sehr spannend und humorvoll geschrieben. Regina Jennings hat mich mit diesem, ersten Buch, das ich von ihr gelesen habe, sehr überzeugt. Für alle die Lust auf einen christlichen Liebesroman mit viel Humor haben – greift zu! 🙂 Übrigens auch für Nicht-Christen empfehlenswert, der Glaube gehört zum Buch dazu, aber man wird auch nicht vollgepredigt (ja, ich weiss, dieses Wort gibt es nicht…).

„Wenn du immer noch hier bist, dann will Gott vielleicht, dass du noch etwas tust. Du bist noch nicht fertig.“

Andere Rezensionen bei…

Chridhe

 

nanacara

 

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Autor:

mylittleparadiseofbigdreams.wordpress.com

4 Kommentare zu „Rezension: Der vertauschte Bräutigam

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