Veröffentlicht in Alles auf einmal

Per Anhalter in den Himmel

Titel: Per Anhalter in den Himmel – Wahre Geschichten für Teens

Autorin: Alice Gray (Hrsg.)

Seitenanzahl: 298

ISBN: 978-3-86591-959-5

Verlag: Gerth Medien

Typ: Sammelband mit tröstlichen, wundervollen und tiefgründigen Geschichten für alle Lebenslagen

perriZusammenfassung:

In diesem Buch findet ihr lauter bombastische Geschichten, aus der man immer etwas mitnehmen kann. Das Beste ist – sie sind wahr! Leider waren die besten Geschichten und die, die ich am meisten liebte, zu lang, also musste ich mir leider eine kürzere aussuchen. Doch seid sicher, dass das Buch noch viel bessere enthält!

Die Abschlussklausur, bei der ich durchfiel

Die Woche mit den Abschlussprüfungen des Schuljahres hatte begonnen, und zwar mit dem gleichen Stress wie immer. Ich hatte bis in die Nacht für eine Klausur gebüffelt. Jetzt liess ich mich auf meinen Platz plumpsen und fühlte mich wie eine Sprungfeder, die zu fest aufgezogen worden ist. Ich hatte zwei Tests direkt hintereinander und wollte sie einfach nur hinter mich bringen. Gleichzeitig hatte ich aber auch den Ehrgeiz, meinen super Durchschnitt zu halten. Während ich ungeduldig darauf wartete, dass der Lehrer kam, ging ein Fremder an die Tafel in dem Prüfungsraum und fing an zu schreiben:

Wegen eines Zwischenfalls kann euer Lehrer die Prüfung nicht in diesem Raum durchführen. Er wartet in der Turnhalle am Sportgelände auf euch.

Na toll, dachte ich. Nun muss ich auch noch quer über das ganze Schulgelände laufen, nur um diese blöde Prüfung zu machen. Die ganze Klasse hastete zur Tür hinaus und rannte zur Turnhalle. Niemand wollte zu einer Klausur zu spät kommen, also vergeudeten wir keine Zeit mit Reden. Der Weg zur Turnhalle führte an einem Krankenhaus vorbei. Davor irrte ein Mann herum. Ich erkannte in ihm einen blinden jungen Mann wieder, dessen Frau in dem Krankenhaus gerade ein Baby bekommen hatte. Eigentlich kannte er sich dort aus, aber anscheinend war er jetzt irgendwie durcheinander. Ach, dachte ich, es wird sicher bald jemand vorbeikommen und ihm helfen. Ich habe jetzt einfach nicht die Zeit, anzuhalten und ihm zu helfen.

Also hetzte ich zusammen mit dem Rest der Klasse weiter zu der Prüfung. Ein Stückchen weiter kam eine Frau aus einem nahe gelegenen Buchladen gerannt. Sie hatte auf dem einen Arm ein Baby, auf dem anderen ein Stoss Bücher, und sie machte ein ziemlich besorgtes Gesicht. Ihre Bücher fielen zu Boden, und das Baby fing an zu schreien, als sie sich bückte, um die Bücher aufzuheben. Sie hätte das Kind einfach zu Hause lassen sollen, dachte ich. Als meine Mitschüler und ich an ihr vorbeieilten, rempelte ich sie versehentlich auch noch an.

Als wir um die nächste Ecke bogen, sass da ein Hund, den jemand einfach an einen Baum angebunden hatte. Es war ein grosser freundlicher Kerl und wir hatten ihn alle schon zuvor gesehen. Er konnte den Napf mit Wasser nicht erreichen, der für ihn hingestellt worden war, und zerrte winselnd an seiner Leine. Ich dachte: Welcher grausame Mensch bindet denn einen Hund an einem Baum fest und sorgt nicht dafür, dass er auch an den Wassernapf herankommt? Aber ich eilte weiter. Als wir uns der Turnhalle näherten, fuhr ein Auto an uns vorbei und parkte ganz nah an der Eingangstür. Der Mann, der ausstieg, gehörte zum Wartungspersonal. Ich erkannte ihn wieder, und ich sah auch, dass er das Licht am Wagen angelassen hatte.

„Der hat bestimmt ein Problem, wenn er heute Abend nach Hause fahren will“, bemerkte ein Mitschüler neben mir. Aber inzwischen waren wir am Eingang der Turnhallte angekommen. Der Mann vom Wartungspersonal winkte uns einen Gruss zu und verschwand dann in einem der Gänge. Wir fanden Plätze ganz in der Nähe unseres Lehrers, der schon auf uns wartete.

Er stand mit verschränkten Armen da und sah uns an. Wir sahen in ebenfalls an. Das Schweigen wurde unbehaglich. Wir wussten, dass seine Tests oft lehrreich waren und etwas vermitteln sollten, und wir fragten uns jetzt, worauf er hinauswollte. Er deutete auf die Tür, und es kamen der blinde Mann herein, dann die junge Mutter mit dem baby, ein Mädchen, das den Hund an der Leine führte, und schliesslich der Wartungsmann. Die Leute waren alle auf dem Weg postiert worden, um zu prüfen, ob wir den Sinn der Geschichte vom barmherzigen Samariter, der unter die Räuber gefallen war, wirklich begriffen hatten. Wir waren allesamt durchgefallen.

Charakteren: –

Schreibstil und Aufbau: Ich fand beides super. Ich habe die Geschichten richtig genossen, jede einzelne. Das sind nämlich wahre Geschichten, von Teens wie dir und mir. Und sie berühren dassHerz und sind ausserdem lehrreich.

Idee und Umsetzung: Ich habe noch nie ein Sammelband mit Geschichten für Teens gesehen. Für Kids jede Menge – aber für Teens? Ich finde die Idee klasse und die Umsetzung ausgezeichnet. Ich fand jede einzelne Geschichte extrem gut und habe sie förmlich aufgesogen.

Titel und Cover: „Per Anhalter in den Himmel“, so heisst eine der Geschichten. Ich finde der Titel klingt spannend und spricht gleichzeitig genau die richtige Zielgruppe an: Christliche Teens. Den Cover finde ich brilliant, besonders die hübschen Kreise finde ich gleichzeitig trendig und geschmackvoll.

Kommentar:

Dieses Buch habe ich verschlungen. In einem einzigen Tag habe ich 250  Seiten daraus gelesen, und am nächsten den Rest. Ich denke, ihr werdet noch einige Geschichten daraus auf dem Blog finden, aber ihr müsst das Buch natürlich trotzdem kaufen 😉 Ich fand dass die Geschichten sehr gut auf alle möglichen Themen aufgeteilt sind, ich bin sicher, da ist für jeden was dabei! Auch wenn auf dem Cover steht „Für Teens“, meine Mam war auch begeistert von dem Buch 😉 Mir hat das Buch nanacara von mylittleparadiseofbigdreams empfohlen – danke dir!

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Autor:

Liebe Blogleser! Eines meiner vielen Hobbys ist zu lesen, wie ihr bestimmt erraten könnt. Doch das ist bei weitem noch nicht alles: Ich liebe es, zu kochen und zu backen, Geschenke in Hülle und Fülle zu machen, mit kleinen Kindern zu spielen, telefonieren, abmachen, Dinge organisieren oder - in letzter Zeit habe ich gelernt, zur Ruhe zu kommen und zum Beispiel ein heisses Bad zu nehmen ;-) Mein Lieblingsbuch… Puh, schwierige Frage. Die besten drei sind wahrscheinlich die Serie von Elisabeth Büchle: (Himmel über fremden Land, Sturmwolken am Horizont, Hoffnung eines neuen Tages). Ausserdem liebe ich "Die Liebe findet dich", "Mehr als mein Herz", "Stolz und Vorurteil" und last but not least die Alaska-triologie von Tracie Peterson. Unten noch die Linke zu den Beiträgen! . Die müsst ihr einfach lesen! Diesen Sommer werde ich eine Lehre als Kauffrau beginnen. Was ich nacher machen möchte - ob Mathelehrerin, Juristin, oder einfach weiter auf der Bank - das weiss ich noch nicht. Mein Traum wäre es, eines Tages ein Buch zu veröffentlichen, und ich übe schon fleissig :-) Mein grösster Wunsch für die Zukunft ist, dass ich Gott mit meinem Leben verherrliche und dass ich eine grosse Familie haben kann. Ramylu Übrigens: Wenn ihr auch gerne lest: www.lesemausblog.wordpress.com Linke zu den Beiträgen meiner Lieblingsbücher: ElisabethBüchleSerie: https://lesemausblog.wordpress.com/?s=elisabeth+büchle+band Die Liebe findet dich: https://lesemausblog.wordpress.com/2016/03/01/die-liebe-findet-dich/ Mehr als mein Herz: https://lesemausblog.wordpress.com/2016/12/24/gastbeitrag-mehr-als-mein-herz/ Stolz und Vorurteil: https://lesemausblog.wordpress.com/2017/01/25/stolz-und-vorurteil/ Alaska-triologie: https://lesemausblog.wordpress.com/?s=Alaska

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